Der Preis ist der stärkste Hebel den du als Vermieter hast. Zu günstig und du verschenkst Umsatz. Zu teuer und der Kalender bleibt leer. Die meisten Hosts setzen ihren Preis einmal fest und lassen ihn dann jahrelang unverändert – das ist ein teurer Fehler.
Der Grundpreis: Dein Ausgangspunkt
Der Grundpreis ist der Preis den du in der Nebensaison verlangst – also dann, wenn die Nachfrage am geringsten ist. Er sollte kostendeckend sein und einen kleinen Gewinn abwerfen.
Orientiere dich dabei an vergleichbaren Objekten in deiner Umgebung auf Airbnb und Booking.com. Filte nach ähnlicher Größe, Ausstattung und Lage. Der Durchschnittspreis deiner Mitbewerber in der Nebensaison ist dein Ausgangspunkt.
Saisonpreise: Das größte Potenzial
Der Unterschied zwischen Neben- und Hochsaison kann bei Ferienwohnungen 50–200 % betragen. Wer in der Hochsaison zum Nebensaisonpreis vermietet, verliert erheblichen Umsatz.
Typische Saisonstruktur für eine Nordsee-Wohnung:
- Nebensaison (Nov–Feb außer Weihnachten): 80–90 €/Nacht
- Vorsaison (Mär–Mai, Sep–Okt): 100–120 €/Nacht
- Hochsaison (Jun–Aug): 130–160 €/Nacht
- Weihnachten/Silvester: 150–200 €/Nacht
In ferivo kannst du diese Staffelung unter Stammdaten → Saisonpreise hinterlegen. Die richtige Preis wird dann automatisch bei jeder neuen Buchung vorgeschlagen.
Wochenendaufschlag: Leicht umzusetzen, effektiv
Freitag und Samstag sind deutlich gefragter als Montag bis Donnerstag. Ein Aufschlag von 10–20 % an Wochenenden ist üblich und wird von den meisten Gästen akzeptiert.
Lokale Events: Die versteckten Goldminen
Konzerte, Messen, Stadtfeste, Sportevents – in der direkten Umgebung finden regelmäßig Veranstaltungen statt, die die Nachfrage kurzfristig stark erhöhen. Wer dann noch zum Normaltarif vermietet, verschenkt bares Geld.
Konkrete Beispiele:
- Oktoberfest in München: Preise können sich verdoppeln oder verdreifachen
- Schleswig-Holstein Musikfestival: +30–50 % in der Region
- Messen (z.B. Hannover Messe, Bauma): Geschäftsreisende zahlen Premiumpreise
- Silvester: Einer der teuersten Abende des Jahres
Mindestaufenthalt als Preishebel
In der Hochsaison kannst du durch einen Mindestaufenthalt von 7 Nächten sicherstellen dass keine teuren Einzelnächte gebucht werden die deinen Kalender blockieren. In der Nebensaison dagegen kann ein Mindestaufenthalt von 2–3 Nächten das Beste aus kurzen Buchungsfenstern herausholen.
Rabatte für Frühbucher und Langzeitgäste
Wer früh bucht, schätzt oft Planungssicherheit. Ein Frühbucherrabatt von 5–10 % für Buchungen mehr als 3 Monate im Voraus füllt deinen Kalender frühzeitig und reduziert das Risiko leerer Wochen.
Gäste die länger als 14 Nächte bleiben, sind besonders wertvoll – weniger Reinigungsaufwand, weniger Kommunikation, stabile Einnahmen. Ein Langzeitrabatt von 10–15 % ist hier sinnvoll.
Die wichtigste Regel: Regelmäßig anpassen
Preisgestaltung ist kein „einmal einstellen und vergessen". Überprüfe deine Preise mindestens einmal pro Quartal und vergleiche sie mit der aktuellen Marktlage. Schau dir auch deine eigenen Daten an: Welche Zeiträume sind besonders schnell ausgebucht? Dort könntest du höher preisen.
Saisonpreise in ferivo hinterlegen
Unter Stammdaten → Saisonpreise richtest du deine Preisstaffelung in Minuten ein.
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